Veröffentlicht am Di., 4. Sep. 2018 15:41 Uhr

Ein kleines Jubiläum feierten am Samstag die Mitglieder im „Blauen Kreuz in der Evangelischen Kirche im Landesverband NRW“. Denn seit nunmehr 35 Jahren findet in der Bergkamener Friedenskirche vier Mal im Jahr der „Bergkamener Tag“ statt und hat sich in all den Jahren zu einer echten Erfolgsgeschichte entwickelt.

Hervorgegangen ist der „Bergkamener Tag“ aus dem „Helfertag“, der sich schon seit den 1970er Jahren mit allen möglichen Themen der Suchtkrankenhilfe beschäftigt. Dazu werden regelmäßig Referenten eingeladen, um den Betroffenen wie auch deren Angehörigen immer wieder neue Perspektiven aufzuzeigen.

In den ersten Jahren fanden die „Helfertage“ noch reihum in Ostfalen, im Ruhrgebiet, in Nordwestfalen und im Rheinland statt. Doch weil Bergkamen für alle Mitglieder so schön zentral lag, wurde in Absprache mit den Bergkamener Verantwortlichen in Kirche und Verein beschlossen, den „Helfertag“ von 1983 an in Bergkamen stattfinden zu lassen, der dann natürlich auch zum „Bergkamener Tag“ umbenannt wurde.

Ein großes Dankeschön gab es am Samstag an die Friedenskirchengemeinde für die Zurverfügungstellung der Räume in all den Jahren und ebenso auch für die vielen helfenden Hände, die meistens im Hintergrund dafür sorgen, dass die Versammlungen immer mit einem guten gemeinsamen Frühstück beginnen können. 

Walter Beier, Ehrenvorsitzender im BKE/NRW, sachkundiger Berater und Urgestein im Bergkamener Blauen Kreuz, hat alle Presseveröffentlichungen über den „Bergkamener Tag“ gesammelt und diese nun in einer spannenden Dokumentation veröffentlicht. Natürlich konnte Beier den Anwesenden auch noch einiges mehr über 35 Jahre „Bergkamener Tag“ erzählen.

Neben dem Rückblick wartete dann auf die zahlreich angereisten Teilnehmer wie gewohnt wieder ein interessantes Tagesprogramm. In der Gruppe von Doris Vagt konnten die Teilnehmer ausprobieren, wie man sich mit leichten Yogaübungen perfekt entspannen kann. Wer wollte, konnte dabei gleich den Schneidersitz versuchen oder es doch erst einmal beim einfachen Fersensitz belassen. „Neben einer gleichmäßigen und entspannenden Atmung, bekommt man beim Yoga auch das Gefühl von absoluter Zufriedenheit“, meinte Doris Vagt.

Im Workshop von Antje Totzek erfuhren die Teilnehmer, wie man mit den einfachen Tanzschritten des „LineDance“ bei Country- und Westernmusik depressive Verstimmungen im Nu verscheuchen kann. „Durch die flotte Bewegung lösen sich zudem jede Menge Verspannungen im Körper und nach kurzer Zeit nimmt man sogar ein richtiges Erfolgserlebnis wahr“, so Antje Totzek. 

Pfarrerin Ursula Goldmann hatte für dieses Phänomen eine einfache wie einleuchtende  Erklärung: „Sich mit anderen Menschen zu treffen und gemeinsam etwas zu unternehmen, macht nicht nur zuversichtlich und weniger einsam – sondern am Ende auch richtig glücklich.“

 

Klaus-Dieter Hoffmann / KDH / 01.09.2018


von links: Karl-Hermann Vagt Landesvorsitzender BKE, Marianne Sasse refiertre über Öffentlichkeitsarbeit, Doris Vagt (Yoga), Antje Totzek (LineDance), Pfarrerin Ursula Goldmann und Walter Beier präsentierte eine spannende Dokumentation

 

In der Gruppe von Antje Totzek (Mitte) herrschte beim LineDance eine fröhliche Stimmung

 

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