Veröffentlicht am Di., 1. Okt. 2019 12:15 Uhr

Konzert der BergkamenBrassConnection - Posaunenchöre Bergkamens und Gospelchor HeiLights im Konzert

Mit anspruchsvoller Posaunenchormusik begeisterten am Sonntagnachmittag in einer bemerkenswerten Premiere die Posaunenchöre aus beiden evangelischen Kirchengemeinden Bergkamens das Publikum - und das gleich im choralen Doppelpack. 

Mit dem Ruf „BBC is calling“, der leicht abgewandelten traditionellen Eröffnungsmeldung der British Broadcasting Corporation (BBC), begrüßte Presbyterin Christine Busch mit einem Augenzwinkern das zahlreich erschienene Publikum in der Martin-Luther-Kirche. Dieses Mal war aber mit BBC natürlich nicht der britische Nachrichtensender gemeint, sondern vielmehr die neugebildete Bergkamener-Brass-Connection, die sich nun ebenso abkürzt.

Dem Liebhaber von Posaunenmusik fiel natürlich gleich auf, dass das Posaunen-Ensemble, das sich vor dem Altar im Halbrund aufgereiht hatte, eine ungewöhnliche Größe in Sachen instrumentaler Besetzung bezüglich Posaunen und Trompeten aufzuweisen hatte. Doch spätestens als man dann hinter den beiden mächtigen Tubas Pastor Frank Hielscher und auch Peter Sülzle ausgemacht hatte, wurde klar, hier haben sich die Posaunenchöre aus der Friedenskirchengemeinde und aus der Martin-Luther-Kirchengemeinde zu einem beeindruckend großen Klangkörper vereint.

„Die Posaune ist in der Kirchenmusik mit das älteste Instrument“, stellte Christine Busch in ihrer Begrüßung klar. Und gerade weil die Posaunenchormusik nur in der Gruppe von Posaunisten funktioniere, sei das ebenfalls seit vielen Jahrhunderten auch ein Ausdruck von „Wir sind das Volk!“

Doch obwohl die Posaune eben eines der ältesten Kirchenmusik-Instrumente sei, ist die Posaune musikalisch längst nicht angestaubt, wie dann die Dirigenten Sandra Horn und Reinhard Boguslawski bei den ausgewählten Musiksätzen eindrucksvoll unter Beweis stellten. War ihre Auswahl doch ausschließlich auf Werke von Komponisten gefallen, die erst in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts das Licht der Welt erblickt hatten. Keine Frage also, dass die Musikstile hierbei natürlich von Blues, Swing über Funk bis hin zum Gospel reichten. 

Für Gospel war allerdings mit den „HeiLights“ dann doch eher die dritte chorale Formation des Konzerts zuständig, die sozusagen als vokaler Gegenpol mit vielen schwungvollen Liedern den musikalischen Nachmittag bereicherte. Nicht zuletzt ging mit dem kaum zu bändigenden Chorleiter Nils Orlowski am Piano gleich die Post ab. So hatten die „HeiLights“ auch das „Halleluja“ von Leonard Cohen, den wohl ältesten Gospel „Go down Moses“ und das ergreifende „Justificatio, sola fidel“ aus dem Luther-Oratorium im umfangreichen Notengepäck.

 

Klaus-Dieter Hoffmann / KDH / 29.09.2019

Kategorien Kirchenmusik